Ich und die Motivation
Heute ist einer dieser Tage, an welchen man genau weiß, dass man was tun sollte, sich aber irgendwie nicht dazu aufraffen kann. Die Zeiten wo man noch gerne seinen eigenen Arbetisschweiß roch sind vorbei, der lange Atem zum erreichen eines Zieles ist durch die ganzen Zigaretten schon verschwunden und man hat tausendmal schönere Dinge im Kopf als irgendwelchen Pflichten nachzugehen. Den inneren Kampf gegen den Schweinehund, welcher in einem gerade die dickste Party des Jahrhunderts schmeißt und von dem massenhaften Amaretto-Konsum schon die Bude am vollkotzen ist verliert man schnell, sogar schon bevor man ihn wirklich angefangen hat. Die ganzen Qualen und das Leid was man erfährt, wenn man versucht mit dem Arbeiten zu starten scheinen unaushaltbar, die Tatsache, dass das Gewissen eines jeden nach der faulen chill und "Ich-fange-in-5-Minuten-an"-Session umso schlimmer ist scheint in diesem Moment nicht zu interessieren. Bereuen kann man das Nichtstun ja auch erst später...

Der Begriff der Pflicht hat in der Deutschen Kultur seit unser guter Freund aus Preußen (gemeint ist Kant) dem Trend des teleologischen Denkens entsagte von der Aufklärung an bis hin zum Nationalsozialismus eine anhaltende Hochkonjunktur. Heute noch kenne ich viele Menschen die ganzen Teilen ihrer Freiheit und Autonomie entsagen, mit der Begründung ihr Handeln sei "der Pflicht XYZ zu tun" unterworfen.
Warum wir uns dieser Pflicht so fanatisch "verpflichtet" bzw. an diese so gebunden fühlen? Nun, ich denke dass die Moralität, also unsere Bindung an moralisches Handeln nur ein Fragment für den Grund darstellen. Nicht jede Handlung die aus Pflicht getan wird ist zudem moralischer Natur: Meine Hausaufgaben tu ich aus der Pflicht heraus dass ich ein Schüler bin. Ich denke aber man kann sich in dem Punkt einig darüber sein, dass eine konsequente Arbeitsverweigerung nicht als "unmoralisch" bezeichnet werden würde.
Mark Twain beschreibt das Problem ziemlich gut:
"Pflichten werden nicht um ihrer selbst willen erfüllt, sondern weil ihre Mißachtung das Behagen des Menschen beeinträchtigen würde"
Und genau in dieser Situation finde ich mich momentan wieder. Das sichere Wissen darüber, dass die Arbeit getan werden muss (vorrausgesetzt ich möchte später nicht auf der Straße enden) aber von mir aufgrund meiner fehlenden Motivation nicht getan wird verursacht einen tiefen Schmerz in meiner Psyche. Die Zeiten, in welchen bloß aus Pflicht selbst heraus gehandelt wurde sind anscheinend vorbei, eine Motivation warum wir überhaupt pflichtgemäß handeln sollen scheint erst die essentielle Grundlage für eine Aktion zu sein. Und wenn man so darüber nachdenkt, dann ist das schlechte Gewissen welches aufkommt, wenn man seine Pflicht nicht ordentlich erfüllt schon alleine das Blut, den Schweiß und den ganzen Stress zur Erfüllung dieser Wert. Den Ballast, welchen man jeden Tag mit sich rumschleppt weil man schon wieder "nichts gemacht hat" lastet schwerer auf einem als das Verzichten auf Genuss und dem Anpacken der anstehenden Arbeit. Und wenn wir ehrlich sind: Das wundervolle Gefühl der Erleichterung, der Stolz und das gute Gewissen nachdem man es doch geschafft hat sich zur Arbeit aufzuraffen und die ersten Erfolgserlebnisse schon vor der Tür stehen sind es dann doch wert...
In diesem Sinne: 1 Woche Osterferien sind noch da, ich gehe jetzt lernen.
=)
Der Begriff der Pflicht hat in der Deutschen Kultur seit unser guter Freund aus Preußen (gemeint ist Kant) dem Trend des teleologischen Denkens entsagte von der Aufklärung an bis hin zum Nationalsozialismus eine anhaltende Hochkonjunktur. Heute noch kenne ich viele Menschen die ganzen Teilen ihrer Freiheit und Autonomie entsagen, mit der Begründung ihr Handeln sei "der Pflicht XYZ zu tun" unterworfen.
Warum wir uns dieser Pflicht so fanatisch "verpflichtet" bzw. an diese so gebunden fühlen? Nun, ich denke dass die Moralität, also unsere Bindung an moralisches Handeln nur ein Fragment für den Grund darstellen. Nicht jede Handlung die aus Pflicht getan wird ist zudem moralischer Natur: Meine Hausaufgaben tu ich aus der Pflicht heraus dass ich ein Schüler bin. Ich denke aber man kann sich in dem Punkt einig darüber sein, dass eine konsequente Arbeitsverweigerung nicht als "unmoralisch" bezeichnet werden würde.
Mark Twain beschreibt das Problem ziemlich gut:
"Pflichten werden nicht um ihrer selbst willen erfüllt, sondern weil ihre Mißachtung das Behagen des Menschen beeinträchtigen würde"
Und genau in dieser Situation finde ich mich momentan wieder. Das sichere Wissen darüber, dass die Arbeit getan werden muss (vorrausgesetzt ich möchte später nicht auf der Straße enden) aber von mir aufgrund meiner fehlenden Motivation nicht getan wird verursacht einen tiefen Schmerz in meiner Psyche. Die Zeiten, in welchen bloß aus Pflicht selbst heraus gehandelt wurde sind anscheinend vorbei, eine Motivation warum wir überhaupt pflichtgemäß handeln sollen scheint erst die essentielle Grundlage für eine Aktion zu sein. Und wenn man so darüber nachdenkt, dann ist das schlechte Gewissen welches aufkommt, wenn man seine Pflicht nicht ordentlich erfüllt schon alleine das Blut, den Schweiß und den ganzen Stress zur Erfüllung dieser Wert. Den Ballast, welchen man jeden Tag mit sich rumschleppt weil man schon wieder "nichts gemacht hat" lastet schwerer auf einem als das Verzichten auf Genuss und dem Anpacken der anstehenden Arbeit. Und wenn wir ehrlich sind: Das wundervolle Gefühl der Erleichterung, der Stolz und das gute Gewissen nachdem man es doch geschafft hat sich zur Arbeit aufzuraffen und die ersten Erfolgserlebnisse schon vor der Tür stehen sind es dann doch wert...
In diesem Sinne: 1 Woche Osterferien sind noch da, ich gehe jetzt lernen.
=)
